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Zeitschrift
zum Verständnis
des Judentums

  
Herausgeberkonzept

Die Hakenkreuzschmierereien von 1959 und 1960 zuerst an der Kölner Synagoge und dann im weiteren Bundesgebiet haben seinerzeit im In- und Ausland Alarm ausgelöst. Knapp 15 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und damit auch der Schoah lebte in der Bundesrepublik Deutschland keine sichtbare jüdische Gemeinschaft. Die demokratisch gesinnten Kräfte waren bis dahin davon ausgegangen, dass in Deutschland kein Antisemitismus mehr verbreitet sein könne. Die Schändung der Kölner Synagoge und sich daran anschließende antisemitische Vorfälle erbrachten jedoch den dramatischen Beweis, dass Antisemitismus auch ohne Juden existent ist. Diese Erkenntnis war eine der wesentlichen Motivationen, „TRIBÜNE-Zeitschrift zum Verständnis des Judentums“ zu gründen. In den Jahren danach zeigte sich in Umfragen immer wieder, dass in Deutschland Antisemitismus in seinen vielfältigen Erscheinungsformen überdauert hat – noch 1999 waren es 20 Prozent Deutsche, deren Weltbild den Antisemitismus einschließt. Auch deshalb muss TRIBÜNE weiter erscheinen.
 
 
 
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last update 13.9.2001