Vorwort
Einleitung
INHALT
Vorwort
Gewiss sind 150 Ausgaben kein Jubiläum in herkömmlichem Sinne.
Aber Herausgeber und Mitarbeiter sind sehr froh darüber, dass TRIBUNE
ohne jedwede Subvention nun bereits seit fast 40 Jahren trotz des großen
Zeitschriftensterbens sowie der zahlreichen Neugründungen in den vergangenen
Jahren erschienen ist.
Um berechtigten Fragen, warum ein Register ausgerechnet 152 TRIBUNE-Hefte
umfasst, zu begegnen, hier eine kurze Erläuterung: Unsere 150. Ausgabe
fiel mit dem 50. Gründungsjahr der Bundesrepublik im Mai 1999 zusammen,
und unser Heft erschien im Juni. Ein Register aber mitten im Jahr abzuschließen,
hätte, wie wir glauben, genauso viele Nachfragen ausgelöst. Rückblickend
auf die vergangenen Dekaden können wir auf Grund der Reaktionen der
Leser feststellen, dass es uns wohl gelungen ist, die facettenreiche politische
und gesellschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik sowie in Israel
und anderen Ländern zumindest ansatzweise zu dokumentieren und zu
analysieren. Wir haben darüber hinaus stets das ehrliche Bemühen
des größten Teils der nichtjüdischen Deutschen, sich zumindest
seit den 1960ern mit der Geschichte der NS-Zeit auseinanderzusetzen, kritisch
begleitet. Bedeutende Ereignisse und Entwicklungen wie z. B. der Eichmann-Prozess
und der Auschwitz-Prozess lösten in der deutschen Bevölkerung
nicht selten auch den Wunsch nach einem Schlussstrich und damit Mechanismen
nach der Verdrängung der zwölf Jahre nationalsozialistischer
Herrschaft aus. Hinzu kam, dass die anfängliche Euphorie für
den Staat Israel um den Sechs-Tage-Krieg herum gerade in der »neuen
Linken« von einer antizionistischen und damit latenten antisemitischen
Kritik abgelöst wurde. Dem galt es mit einer objektiven Darstellung
nicht nur des Nahostkonfliktes entgegenzuwirken, um zu versuchen, dem tradierten
Antisemitismus wie den (alt)-neuen Formen des Judenhasses wirksam zu begegnen.
Zugegeben, dies war im Nachhinein betrachtet auch immer wieder eine
Zerreißprobe, weil es wegen der mangelnden Sensibilität oftmals
zu Rückschlägen kam wie beispielsweise 1985 im Zuge der »Fassbinder-Kontroverse«
oder 1998 anlässlich der Ansprache von Martin Walser in der Paulskirche.
In diesem Zusammenhang sollten wir unseren Lesern nicht vorenthalten, dass
die entscheidende Motivation zur Gründung der TRIBÜNE die Hakenkreuzschmierereien
1959/60 in Köln waren. Hier war der Antisemitismus nach Auschwitz
eigentlich in einem Deutschland ohne Juden wieder sichtbar geworden.
Nicht zuletzt möchten wir uns bei Ute Stiepani und der Gedenkstätte
Deutscher Widerstand in Berlin für die hervorragende Zusammenarbeit
ganz herzlich bedanken. Ohne deren engagierte Mitwirkung hätten wir
das umfangreiche Register um damit dieses Abbild von (knapp) 40 Jahren
TRIBÜNE nicht realisieren können.
Frankfurt, im Mai 2000
Otto R. Romberg
Einleitung
1986 boten das 25-jährige Jubiläum der TRIBÜNE und das
Erscheinen ihres hundertsten Heftes erstmals den willkommenen Anlass, mit
einem Registerband das journalistische Engagement der Frankfurter Zeitschrift
in einem Vierteljahrhundert deutscher Nachkriegsgeschichte zu dokumentieren
und für die Leserschaft informativ aufzubereiten. Wurde 1992 mit einem
weiteren Band zu Heft 101 bis 120 anlässlich des 30 jährigen
Jubiläums die Arbeit der bibliografischen und inhaltlichen Erfassung
in gewohnter Weise fortgesetzt, ergab sich in diesem Jahr mit dem Erscheinen
des Jubiläumsheftes 150 der TRIBÜNE erneut die Gelegenheit, die
begonnene Tradition weiterzuführen. Dem besonderen Anlass entsprechend,
sollte es ein Registerband sein, der das breite Spektrum der vielfältigen
publizistischen und fachwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit beinahe
allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens seit Erscheinen
des ersten Heftes im Jahre 1962 spiegelt. So registriert der vorliegende
integrierte Band sämtliche Artikel aus Heft 1 bis 152 der 38 Jahrgänge
TRIBÜNE und bietet damit erstmals einen vollständigen Überblick
über das besonders durch seine Themenvielfalt und die Vielzahl unterschiedlichster
Autorinnen und Autoren beeindruckende Schaffen eines fast vier Jahrzehnte
währenden kritisch-aufklärerischen Journalismus.
Ziel dieses Registerbandes war es damals wie heute, das Anliegen der
TRIBÜNE zu illustrieren, das sich in Reportagen, Essays, Abhandlungen
und literarischen Texten manifestiert: das Auflcommen neuer Vorurteile
und eines neuen Antisemitismus zu verhindern. Diese Zielvorstellung war
und ist trotz eines zeitbedingten Wandels der Konzeption und der inhaltlichen
Gewichtung der einzelnen Beiträge als immanente, verbindliche »Linie«
ebenso sichtbar wie das »Verständnis des Judentums« bis
heute als markantes Zeichen eines Leitmotivs den Titel der TRIBÜNE
prägt.
Wissenschaftler, Publizisten, Philosophen, Politiker, Schriftsteller
und Überlebende des Holocaust nehmen in Aufsätzen, Diskussionsbeiträgen,
Interviews und Repliken unterschiedlicher Länge und thematischer Ausrichtung
Stellung. Die TRIBÜNE bot, nicht zuletzt durch ihren breit angelegten
Rahmen, bislang über 1200 Autorinnen und Autoren in annähernd
3400 Beiträgen ein interdisziplinäres Forum zur Diskussion weltpolitischer,
geistesgeschichtlicher, historischer und staatsrechtlicher Fragen. Die
Geschichte des jüdischen Volkes und die Versuche der »Aufarbeitung«
der nationalsozialistischen Vergangenheit waren und sind ebenso zentraler
Gegenstand der Auseinandersetzung wie zeitkritische aktuelle Annotationen
politischer und gesellschaftlicher Gegenwartsprobleme, Analysen zur Nahost-Politik
oder Reflexionen zu den deutsch-israelischen Beziehungen. Aus systematischer
Sicht stellt auch dieser Registerband wie die vorangegangenen eine Zeitschriften-Inhaltsbibliografie
dar. Da der 1986 eingeschlagene Weg der inhaltlichen Erschließung
fortgesetzt und zu einem integrierten Gesamtregister führen sollte,
war es unumgänglich, Brüche oder größere Abweichungen
zu den bislang erschienenen Bänden zu vermeiden. Insofern deckt sich
die technische Handhabung des vorliegenden Registers mit jener des Ursprungsbandes.
Um trotz der Quantität und des fächerübergreifenden Spektrums
der Beiträge und Rezensionen Übersichtlichkeit zu wahren und
einen schnellen Zugriff zu gewährleisten, wurde ein »Sachregister«
eingerichtet, das aus 29 alphabetisch nach Suchbegriffen angeordneten Gliederungspunkten
besteht. Obwohl zahlreiche Aufsätze hinsichtlich ihrer Intention und
Argumentationsbreite mehreren Sachgruppen gleichzeitig zugerechnet werden
könnten, wurde auf Doppelnennungen aus Gründen des Umfangs verzichtet.
Zuordnungskriterium für die Sachgruppen war immer die inhaltliche
Dominanz, auch wenn diese nicht eindeutig aus der Überschrift hervorging.
In Klammern ergänzte Titel bzw. Untertitel wurden zur inhaltlichen
Präzisierung hinzugefügt.
Die Rezensionen wurden alphabetisch nach Verfasser bzw. Herausgeber
der über 1500 besprochenen Bücher aufgenommen, wobei Institutionen,
Anonyma und Kürzel in dieses Alphabet integriert wurden. Der Name
des Rezensenten wurde jeweils in runden Klammern annotiert. Die Wiedergabe
der bibliographischen Angaben beschränkt sich aus Umfangsgründen
auf Autor und Titel. Sammelrezensionen wurden zum größten Teil
aufgelöst.
Ein alphabetisches Autorenregister dient zur Orientierung, welche Personen
des öffentlichen und geistigen Lebens seit 1962 für die TRIBÜNE
geschrieben haben. Abbildungen und Dokumente werden gesondert aufgeführt.
Für die Fundstellen gilt durchgehend folgendes: Der Übersicht
wegen wurden die Jahrgangsbezeichnungen weggelassen; es erscheint jeweils
an erster Stelle die Heftnummer, in Klammern das Erscheinungsjahr und die
Seitenzahl (Beginn des Aufsatzes bzw. der Rezension).
Ohne die Anregung und Unterstützung in einer Vielzahl von Detailfragen
durch die Redaktion der TRIBUNE wäre dieser Band nicht denkbar. So
möchte ich an dieser Stelle Herrn Otto R. Romberg und Frau Susanne
Urban-Fahr für die gewährte Hilfe und besonders für ihre
unerschütterliche Geduld danken, die maßgeblich zum Gelingen
des Projektes beigetragen haben.
Berlin, April 2000
Ute Stiepani
| INHALT
I. SACHREGISTER
1. Antisemitismus
2. Ausländerfeindlichkeit
/ Minderheiten / Rassismus
3. Bildungspolitik / Geschichtsdidaktik
4. Deutsch-israelische Beziehungen
5. Erinnerungen / Persönliche
Erfahrungsberichte
6. Erinnerungsarbeit und -politik
7. Exil / Emigration
8. Geistige Situation der Bundesrepublik
Deutschland
9. Geschichte der Bundesrepublik
/ Innen- und Außenpolitik
10. Interviews / Gespräche
11. Israel / Judentum / Zionismus
12. Jüdisches Leben, Geschichte und
Kultur
13. Jugendfragen
14. Justiz: NS-Prozesse / Allgemeine Rechtsfragen
15. Kultursoziologie / Psychologie
16. Literarische Texte
17. Literaturkritik und -geschichte /
Literarische Beziehungen
18. Massenmedien ! Medienkritik
19. Nahost-Politik
20. Nationalsozialismus
21. NS-Gewaltverbrechen / Judenverfolgung
22. Philosophie / Kunst
23. Radikalismus / Rechts- und Linksextremismus
24. Theologie / Kirche / Religion
25. USA / Andere Völker und Staaten
26. Weimarer Republik
27. Widerstand / Hilfe für Verfolgte
28. Wutschafts- und Sozialpolitik
29. Würdigungen / Nachrufe
30. Diskussionen - Blick von der TRIBÜNE
II. REZENSIONEN
III. ABBILDUNGEN / FOTOGRAFIEN
IV. DOKUMENTATIONEN / DOKUMENTE
V. TRIBÜNE-SONDERHEFTE / THEMATISCHE
SCHWERPUNKTE
VI. TRIBÜNE-BÜCHER / SONDERVERÖFFENTLICHUNGEN
VII.ALPHABETISCHES AUTORENREGISTER
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164
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